Wie Du mit einem kleinen Wort Dein Leben erleichterst

Die Frage, die mir am meisten auf die Nerven geht?

Schon seit Kindheitstagen?!?

Und sie begegnet mir immernoch, sogar in unterschiedlichen Sprachen und Kulturen?!

Die Frage:

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Kannst Du mir einen Gefallen tun !?!!!!!?

Warum so viele Ausrufungszeichen und nicht ein einfaches Fragezeichen am Schluß?!

Genau, weil das eigentlich keine Frage sondern fast schon eine Forderung ist.

Ok, man könnte auch meinen, eine Bitte. Aber dann hätte der Fragesteller ja auch beginnen können mit den Worten - Du, ich hab da 'ne Bitte an Dich!

Und kann man denn einen Gefallen ablehnen?!? Das wäre doch unhöflich!

Und ein schwammiges, manchmal ungutes, nicht genau definierbares Gefühl macht sich in Dir breit, schließlich kannst Du ja eigentlich nicht ablehnen – aus Furcht vor meist nicht genau benennbaren Konsequenzen.

Warum sind wir so gepolt, ständig ja zu sagen, obwohl wir nein meinen? 

Angst vor Ablehnung, nicht mehr geliebt oder respektiert zu werden.

  • Das Projekt der Kollegin noch eben mitbetreuen weil ihre  Kids gerade krank sind? 
  • Abends noch was aus der Stadt zum Essen mitbringen, obwohl das für Dich einen zeitaufwendigen Umweg mit langwieriger Parkplatzsuche bedeutet und Du viel lieber mit einem Glas Wein nach einem anstrengenden Tag daheim ins Sofa sinken möchtest und ein Stück Käse zum Essen ausreichen würde?

Wie ziehst Du für Dich die Grenze und lernst  Nein zu sagen?

Woran erkennst Du, daß es Dir nicht mehr gut tut sondern Du Dich eigentlich nur aufopferst? 

Während die anderen längst daran gewohnt sind, daß man mit Dir einen einfachen Partner gefunden hat, der stets bemüht ist, es allen recht zu machen?

Oft wird es von Deiner Umwelt nicht einmal bewußt bösartig ausgenutzt oder gar bemerkt.

Es hat sich so eingeschlichen, daß Du der/diejenige bist, der gerne noch einen Kaffee mehr mitbringt obwohl Dein Tablett schon lange voll ist. Daß Du Der/diejenige bist, der zu NICHTS nein sagt.


Versuche, in Dich hineinzuhören, was mit Dir geschieht, wenn Dir mal wieder jemand diesen berüchtigten Gefallen abverlangt. 

  • Wenn Deine Kollegin auf Dich zukommt und Dich um einen Gefallen bittet.

Wie gehts Dir in diesem Moment?

Ist es in positives Gefühl, wenn Du sagst - ja, klar mach ich gerne? Vielleicht in den ersten paar Sekunden. Du erntest den Dank, eine kurze Anerkennung.

Doch wenn Du ehrlich zu Dir selbst bist- ist das positive Gefühl immernoch da, wenn sie Dir den Stapel Arbeit auf den Schreibtisch abgelegt hat?

 Oder verfluchst Du sie heimlich?

Oder Dich selber?

Und Dein Magen krampft sich zusammen?

Oder Du ziehst unbewußt Deine Schultern hoch und wirst angespannt, so daß Dich abends wieder der übliche Spannungskopfschmerz begleitet?

Dann wird es Zeit: Lerne nein zu sagen! Eigentlich ein ganz einfaches Wort: NEIN.

Es mag sein, daß Du damit ein paar Leute vor den Kopf stößt.

Alle waren ja schließlich gewohnt, daß Du nichts ablehnen kannst.

  • Die extra Tour um vom Chinesen was mitzubringen?

Weißt Du, laß uns heute einfach ein Käsebrot essen, mir ist heut nicht nach stundenlanger Parkplatzsuche. 

  • Die Extra Arbeit für die Kollegin, die unbedingt fertig werden muß, damit der Chef nicht meckert weil sie wieder früher geht?  

Bitte sie, jemand anderen damit zu beauftragen, Du bist mit Deinem Projekt ausgelastet.

Es wird Überwindung kosten.

Am Anfang mag es Dir erscheinen, daß es für Dich deutlich unangenehmer ist dieses "NEIN" tatsächlich auszusprechen, als mit den Konsequenzen zu leben, die mit Deinem üblichen  ja, klar, gern, einhergehen.


Doch warte ab, was mit Dir passieren wird, beobachte Dich, wie es Dir gehen wird.

Du wirst Dich entspannter fühlen.

Ohne den Ballast, der mit all seinem Gewicht auf Dich nieder drückte. Du wirst erleichtert sein und mehr Zeit haben für Dich und die Dinge die Dir wichtig sind.

Nicht nur, daß Du tatsächlich mehr Zeit in Minuten für Dich haben wirst, aufgrund der Tatsache, daß Du zusätzliche Arbeit oder Umwege ablehnst.

Nein, Du wirst erleben, wie Du persönlich freier wirst. Dein Selbstbewußtsein wird wachsen.


Ein wichtiger Schritt beim Lernen, nein zu sagen ist rechtfertige Dich nicht! 

Es ist völlig wurscht, ob Du keine Zeit oder einfach  keine Lust hast.

Nein, du machst es nicht. Einfach weil es Dir damit besser geht.


Toller Vorsatz, und wie sollst Du das nun umsetzen? 

Schließlich fließt Dir das ,klar, gerne, natürlich!`, wie von selbst von den Lippen, bevor Du überhaupt gefragt wirst?

Ein kleiner Trick: Schinde Zeit!  

Gewähr Dir zeitlichen Aufschub.

Statt sofort zuzustimmen sag einfach:

- ich kann das jetzt nicht entscheiden, ich melde mich sobald ich den Überblick habe.

Das ist erst mal kein harsches nein, läßt Dein Gegenüber aber schonmal aufhorchen, weil es nicht das gewohnte, sofortige -  ja, klar, gerne ist.

Dir gibt es noch Zeit, Dein Nein später auszuformulieren.

Und es gibt Dir außerdem die Gelegenheit, in Ruhe einzuordnen, wie fühle ich mich mit dem Gedanken, den „Gefallen“ auszuführen, ist es mir unangenehm und ich sage aus Gewohnheit ja - obwohl ich schon lange Nein meine?

Oder macht es mir wirklich nichts aus und ich mache es tatsächlich gerne?

Im ersten Fall, komm zurück zum Bittsteller, kläre klar Deine Grenzen ab.

Nichts anderes ist es nämlich, konsequent nein zu etwas zu sagen, was Du nicht möchtest. 

  • Nein, Du wirst in Zukunft dieses Projekt nicht mehr zusätzlich übernehmen. Du bist sicher, Deine Kollegin wird eine andere Lösung finden.
  • Nein, Du machst keinen Umweg, Dir ist heute nach Käseschnitte.

Du wirst merken, je mehr Erfahrung Du beim Nein sagen sammelst, wie viel besser es Dir damit geht, wie Du freier und selbstbewußter wirst.

Das wird sich positiv auf Dein gesamtes Leben auswirken, Deine Umwelt wird Dich schätzen und respektieren.

  • Du bist niemand, den man einfach ausnutzen kann für Dinge, die anderen zuviel sind.
  • Du bist niemand, der unzufrieden mit sich selbst ist, weil er wieder mal einen Gefallen abarbeitet um einfach nur nett zu sein.
  • Du gehst verantwortungsvoll mit Dir und Deinen Ressourcen um.
  • Du läßt niemanden mehr die Linie überschreiten, die Du für Dich und Deinen Wohlfühlfaktor ziehst, von der Du sagst, bis hierher und nicht weiter!

Stell Dir vor, wie sich Dein Leben mit diesem einen Wörtchen ändern wird.

Fühl in Dich hinein: in welchen Bereichen wird es Dir damit besser gehen?

Du bist selbstbewußt, stark und fühlst Dich wohl!!

Ok, nun tu' bitte dem einzigen Menschen, dem Du wirklich einen Gefallen schuldig bist, nämlich Dir selbst, genau diesen und sag viel öfter NEIN!

Mit ganz viel Liebe,

Deine

 Cornelia


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